
Bildung und Sport auf einem Gelände kann ab sofort die TSV Lingenfeld 03 vereinen. Zu verdanken ist das der Förderung durch „Anpfiff ins Leben“ und im Besonderen dem Projekt „Anpfiff Jugendräume“. Weshalb auch Essen eine Rolle spielt, wird bei der offiziellen Inbetriebnahme erklärt.
868 Mitglieder, davon zirka 300 Kinder und Jugendliche – mit der Zahl als Hausnummer hält die TSV die Spitzenposition bei den Vereinen in Lingenfeld. Erfolg brachte nun eine Bewerbung um Unterstützung für die grundlegende Umgestaltung des Jugendraums. Er war gewaltig in die Jahre gekommen. Und voll ausgeschöpft, was die Nutzung angeht, war er auch nicht.
„Die Workshops bei Anpfiff ins Leben haben uns mit fachkundigem Know-how sehr unterstützt“, äußerte sich der stellvertretende Vorsitzende Tim Hofmann positiv über das Zusammenspiel mit dem Verein, der von Dietmar Hopp und Anton Nagl 2001 angestoßen wurde. An sechs Wochenenden gab es am Stützpunkt von „Anpfiff ins Leben“ lehrreiche Anstöße.
Sebastian Ebeling, Projektleiter für Anpfiff Jugendräume, war begeistert vom Ergebnis der Modernisierung im Gebäude der TSV. Unter insgesamt 140 Bewerbungen waren die Lingenfelder als eine von 20 Institutionen ausgewählt worden, die mit 50.000 Euro gefördert wurden.
Abgesehen von baulichen Veränderungen, die in der TSV von Michael Hofmann – mittlerweile Ehrenmitglied – koordiniert wurden, gehörte die Beantragung eines Gebäudegutachtens zu den Aufgaben. „Wir haben auch die energetische Seite betrachtet, aber die Kosten-Nutzung-Rechnung hat gezeigt, dass nicht alles machbar ist“, warf Hofmann ein. Fürs Organisatorische während des Umbauprozesses war der zuletzt ausgeschiedene Sportvorstand Steffen Vogt zuständig gewesen.
Viele Ziele nannte Hofmann bezüglich der Raumnutzung. Kleiner denken als andernorts, wo beispielsweise Hausaufgabenbetreuung angeboten werden kann, müssten die TSVler. Etliches habe der Verein dennoch in der Pipeline. Theoriebausteine bei sportlicher Fortbildung sollen beispielsweise in dem neuen Jugendraum vermittelt werden, Erste-Hilfe-Kurse sind angedacht, die Förderung des sozialen Miteinanders der Jugendmannschaften soll gestärkt werden. Und auch Ernährungsberatungen für Jugend-Mannschaften soll es geben. „Das“, lenkte Hofmann ein, „wird oft vernachlässigt, auch bei den Aktiven.“ An einem Tag der offenen Tür soll der neue Jugendraum auch den Vereinsmitgliedern vorgestellt werden. Der Ehrenvorsitzende Richard Lechnauer durfte sich bereits bei der Übergabe der Urkunde an die Turn- und Sportvereinigung als erfolgreichen Projektteilnehmer für „Anpfiff Jugendräume“ ein Bild davon machen.
(Von Susanne Kühner Rheinpfalz 10.04.2024)
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